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Home Transafrika '09 Vor der Reise
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Planen....

"Wie schafft man das, so eine Reise zu unternehmen?" ist wohl die häufigste Frage, die wir die letzten Wochen gehört haben.

Ehrlich gesagt ist das eigentlich ganz einfach: Man muss es sich vornehmen und dann machen!
Hört sich platt an, trifft es aber: Die Auszeit muss einem wichtig genug sein, dass man es durchzieht. So eine Reise passt nie perfekt "in den Plan" und auch wir mussten Kompromisse eingehen, damit es funktioniert. Ein Jahr Auszeit hat einen Preis - und ich meine hier nicht die Euros, die das kostet!

Wie lange haben wir die Reise geplant? Das ist schwer zu sagen! Am Anfang stand der Entschluss ein Jahr Auszeit zu machen - da wussten wir nicht einmal, wo es hingehen würde. Nachdem wir uns für Afrika entschieden hatten, haben wir 2-3 Jahre immer gut zugehört, wenn es um Afrika ging - aber wirklich aktiv mit der Planung haben wir erst im Spätherbst 2008 begonnen.
Wirklich geplant ist unsere Reise eh nicht. Wir wollen flexibel mit unseren Plänen bleiben und haben einfach nur viele Informationen dabei, um unterwegs entscheiden zu können, wie es weiter geht. Die besten Informationen bekommt man dann eh erst unterwegs.

Aber es bleibt auch einiges an handfester Organisation zu tun:
- Krankenversicherung
- Arbeitgeber...
- Wohnung
- Kontoführung / Post
- Visa-Besorgungen

und es bleibt einiges an Gedanken übrig für's

Packen!

Vor dem Reisen steht irgendwie immer das Packen. Vor kleinen Reisen kleines Packen und vor großen Reisen halt großes Packen ;-)

Bislang haben wir immer gesagt: "Macht keinen Unterschied, ob man eine Woche oder sechs Wochen wegfährt. Man packt eh (fast) gleich."
Eine Neuigkeit durften wir jetzt schon lernen: Für ein Jahr packt man mehr als für sechs Wochen. Man packt nicht mehr ein, denn die Achslast unseres lieben Toyos ist da ja die Grenze - aber gründlicher.
Und dann hatten wir uns lange mit der Entscheidung rumgeschlagen, ob wir die Wohnung aufgeben oder versuchen, einen Untermieter zu finden. Egal wie: wir wollten die Chance nutzen unseren Haushalt gewaltig auszumisten. Da wir die Wohnung nun untervermietet haben, mussten wir ja auch alle unseren persönlichen Sachen wegpacken.

Diese drei Komponenten haben uns einige Zeit in Atem gehalten. Tina konnte sich ausschließlich um die letzten Vorbereitungen seit Anfang August kümmern und hat in dieser Zeit viel erledigt bekommen. Ich habe noch bis zum 14.08. gearbeitet und am 19. sind wir abgefahren!

Wie darf man sich das so vorstellen, werden wir immer wieder gefragt. Nehmt Ihr Essen mit, wo schlaft Ihr.....

Der Toyota hat nicht viel Stauraum - viel Platz haben wir dafür geopfert, dass man bei Bedarf halbwegs gemütlich einen Abend im Toyo verbringen kann. Aber sind wir ehrlich: Mehr Platz verleitet nur zu mehr Gepäck.


Lebensmittel:

Lebensmittel für ein Jahr kann (und will) man nicht mitnehmen. Ist ja nicht so: in Afrika gibt es auch Läden. Und dann ist ein Reiz ja auch ganz klar die fremde Küche.DSC_0661
Die "Notvorräte" in unseren Küchenschränken zu Hause hatten wir schon reduziert. Als Tina dann den Berg der übrig gebliebenen Lebensmittel vor sich hatte, kamen allergings ernste Gedanken auf, ob wir nicht doch einen LKW hätten kaufen sollen.....
Hier sieht man dann schon das Verhältnis: Was in ein paar Küchenschränken wie ein leerer Schrank aussieht, ist im Toyo ein Problem.

 

 

Klamotten:

DSC_0674Der Beginn der Reise würde heiß werden - Ägypten und Sudan im Spätsommer. Später in Äthiopien - wegen der Höhe - war es eher kalt angesagt. Kurzversion: Wir haben von Dick bis Dünn dabei - aber halt nicht viel.
Wenn etwas unterwegs verschleißt, dann kaufen wir uns halt was Neues. Unsere Kleiderschränke sind nicht gerade groß. Aber bis auf die Schuhe und für jeden eine dicke Fleece-Jacke passt alles rein, was wir dabei haben.
Hier seht ihr meinen Kleiderschrank. Das sieht wenig aus, aber eigentlich braucht man nicht einmal das. So bleibt dann Platz, um auch mal was "Nettes" für den gepflegten Abend im Restaurant zu haben.


Technik:
Welche Ersatzteile haben wir dabei? Nicht viele - das Teil, was dann kaputt geht, hat man eh nicht dabei.

Was haben wir dann dabei?
(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)

- Dieselfilter (Vor- und Haupt-Filter)
- jeweils ein Kreuzgelenk für die Kardanwelle vorne und hinten
- Bremsbeläge vorne (wenn sie dann runter sind, sitzt man allzugerne im bergigen Nichts)
- 1 Satz Radlager - bei unserem Toyo passt das vorne oder hinten
- Simmerringe für die Differenzial-Eingänge
- Kühlerschläuche
- Keilriemen
- Ein paar Dichtungen
- Schraubensortiment
- Alles zum Reifenflicken für Schläuche oder schlauchlos. (Wir fahren schlauchlos. Für den Notfall haben wir einen Schlauch dabei)
- Kompressor
- Diverses Zeugs zum Improvisieren (Kabelbinder, Tape, Draht, Schlauchschellen)
- Reperaturhandbücher in PDF-Version
- Fette & Fettpresse
- 2.5l Getriebeöl (das gleiche Getriebe-Öl unterwegs zu bekommen ist meist nicht möglich)
- 2l Motor-Öl (das gibt es überall, daher nehmen wir keine 9l für einen Wechsel mit!)
- Abschleppseil (damit wir unterwegs mal eben einen Einheimischen schleppen können - für uns hätten wir den Bergegurt)
- Starthilfekabel

Aber wir haben alles an Werkzeug dabei, um quasi jede Reperatur am Toyo zu machen - ausser Lager-Abzieher oder Presse Wink.

Unsere Reifengröße - 255/85 R16 - ist in Afrika nicht gerade üblich. Wir sind daher mit 6 nagelneuen Reifen losgefahren - 5 Räder, 1 Reifen. Der Reifen ohne Felge liegt auf dem Dachträger in einer Reifenhülle und bietet hervorragenden Stauraum für Sachen, die wir selten benötigen.


 

Losfahren!

Ja, und als das dann erledigt und alles im Wagen verstaut war, konnte es losgehen!
Im Laufe der Organisation hatten wir den 20.August 2009 als Ausreise-Termin aus Deutschland festgelegt - so ein fester Termin macht es für einige Dinge, wie Versicherungen und Carnet einfacher.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 19. Januar 2010 um 15:46 Uhr