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It’s quite a rallye, isn’t it?

Ich sitze im International Travel Medical Center Shanghai und einer der Expats neben mir auf der Wartebank bringt es auf den Punkt: „It’s quite a rallye, isn’t it?“ – wir sind gerade auf einem Staffellauf zwischen Röntgen, EKG, Blutabnahme, Ultraschall und Sehtest den jeder Ausländer, der länger als drei Monate im Land verbleiben will, über sich ergehen lassen muss. Ich vermute es muss für den chinesischen Staat durchaus wichtig sein, dass die Menschen in seinem Staatsgebiet gut sehen können.
Der obligatorische Medical Check ist jedenfalls stramm durchorganisiert und man wird von Station zu Station bugsiert, wo ein medizinischer Mitarbeiter genau seine eine Untersuchung durchführt… und weiter geht’s.
Klingt unfreundlich? Nein, gar nicht! Irgendwie haben es die dortigen Mitarbeiter geschafft eine freundliche Atmosphäre zu wahren und nach 30 Minuten war ich dann schon wieder auf der Straße – weiter zur City Orientation.

Aber mal zum Anfang zurück: Wir waren mittlerweile den 3. Tag in der Stadt und hatten einen vollen Tag mit 10 Wohnungsbesichtigungen hinter uns und einen Tag in der Firma: Meetings zum Organisatiorischen und nebenbei kann man – wo man ja gerade da ist – auch noch was geschäftiches erledigen…
Nun, Mittwoch, stand eben die Orientierung in der Stadt aus Sicht eines Expats an. Also eine bunte Mischung aus Krankenhaus Führung, Supermarkt Besuch, wo findet man die europäischen Restaurants und Abklappern der „wichtigsten“ Sight Seeing Spots.

In zwei Krankenhäusern bekommen wir eine jeweils 10 Minuten Führung durch die Einrichtung. Man ist um Kunden bemüht und preist die internationalen Ärzte und die gute technische Ausstattung. Ich teste gleich mal die Apotheke – denn zu allem Überfluss hat mich seit dem Abflug eine Erkältung fest im Griff :-(

Anschließend direkt weiter in mehrere Supermärkte…(C) Lutz Helmbrecht
Dort wird schnell klar: Entweder man ernährt sich landesüblich… oder es wird teuer. Aber die gute Nachricht des Tages: Für das entsprechende Kleingeld bekommt man notfalls quasi alles, was das Herz begehrt. In den einschlägigen Supermärkten gibt es ganze Ecken mit der Kennzeichnung „Imported“ und dort tummeln sich deutsche, italienische und französische Waren im Original: Nutella, Dijon Senf, Kaffee, Schokolade, Gewürze (!!), Quark, Jever Fun (wer hätte das gedacht!) Nur Brot – das könnte ein Problem werden…
Aber nun mal im Ernst: Wie groß muss das Heimweh sein, damit man einen Topf Quark für 4,5€ kauft?
(Und das fragt ein absoluter Quark-Junkie)

Uns bleibt keine lange Zeit darüber nach zu denken, denn schon geht es weiter in die Lao Wai Road – der „Ausländer Straße“ – wo sich ein Haufen Restaurants mit europäischer Küche tummelt, zum Tea House (dem ältesten Gebäude in Shanghai), weiter an den Bund und dann geht es im Rush Hour Stau zurück zum Hotel.
City Orientation im Schnelldurchlauf – aber uns reicht das eigentlich, denn für alles Weitere haben wir ja hoffentlich reichlich viel mehr Zeit – später, wenn wir hier wohnen.

Für den Look & See Trip gilt: It’s quite a rallye, isn’t it?

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